Bezirksmusikfest Hofkirchen 2018

„Rechts Schaut!“

Die vertraute Stimme ist es, die uns spätestens mit diesem Kommando bei der frühmorgendlichen Generalprobe zur erforderlichen Konzentration bringt.
Dansch geht mit uns den Ablauf der Marschwertung nochmals durch, bevor wir top motiviert die ersten musikalischen Schritte setzen.

Ein perfekter Klangkörper - auch die letzten „Woodstock-Heimkehrer“ haben sich dankenswerter Weise noch in Heiligenberg eingefunden - ist bereit, sich nach zweijähriger Pause wiederum im Heimatbezirk der Marschmusikbewertung zu stellen. Kurzes, mächtiges Chaos in der „Marschierformation breit“ nach der großen Wende gibt zu rätseln auf, ehe wir uns nach striktem „Abtreten“ beratschlagen können, dass ein kleiner Konzentrationsfehler unseres Stabführers der Auslöser für so manch höheren Adrenalinspiegel war und die eine oder andere Unsicherheit bei uns Akteuren folgen ließ!
Die beneidenswert starke Zuschauerkulisse schon während der Marschwertung verlieh dem pünktlich beginnendem Festakt einen würdigen Rahmen. Unter strahlend blauen Himmel konnte neben einigen, doch auch eher ungewöhnlich, ausgedehnteren Laudationes der mit bayrischem Akzent versehenen Festrede eine ja beinahe neidvolle Anerkennung unseres auf Politik- und Verbandsstrukturen stehendem Systems entnommen werden!  

Und so stand einem Abmarsch ins Festzelt nichts und niemand, außer die Essensausträger mit ihren vor ca. einer Stunde bestellten Gerichten, mehr im Wege und wir kamen trotz unserer Langarmhemden dank eines als sehr angenehm zu verspürenden Lüfterls hier in Hofkirchen an der Trattnach nicht so zum Schwitzen als schon bei so manchen Bezirksmusikfesten in den Vorjahren!

Musikalisch sehr hochwertig, aber eher zu moderne Blasmusik sorgte für etwas zäh anlaufende, aber schließlich doch ganz gute Stimmung im Zelt und am sehr attraktiv gestalteten Freiluftbereich, sodass unsere Marketenderin-Mama mit ihren Schützlingen auch auf ihre Rechnung kam und den edlen Tropfen an den Mann brachte, ohne selber einen gröberen Ausfall dabei zu erleiden.

Das für unser aller Überraschung sehr gut ausgefallene Wertungsergebnis von 92,29 Punkten lässt uns 47 Akteure erleichtert in den Reisebus einsteigen und beschwingt, leicht ermüdet aber voll zufrieden die Heimreise antreten und wir haben Gott sei Dank keinen Grund, uns der Ausrede „ Da Marsch håt d‘Schuid“ zu bedienen!